Die kommunalen Finanzen sind und bleiben ein Sorgenkind. Das merkten auch die zahlreichen Teilnehmer der Veranstaltung, die sich aus Anlass der offiziellen Einweihung des Druck- und Versandcenters des Kommunalen Rechenzentrums Minden-Ravensberg/Lippe (krz) eingestellt hatten.
NRW-Innenminister Dr. Ingo Wolf musste zur Diskussion über die Zukunft der kommunalen Finanzen kurzfristig nach Berlin und hatte deshalb seinen Abteilungsleiter Hartmut Beuß beauftragt, das Grußwort der Landesregierung zu überbringen. Der Ministerialdirigent, zuständig für Organisation, Verwaltungsmodernisierung, IT und Haushalt in NRW, zog einen spannenden Vergleich zwischen den Konsolidierungsanstrengungen des größten Bundeslandes im IT-Bereich und den Notwendigkeiten, auch auf kommunaler Seite mehr Wirtschaftlichkeit bei der Erbringung von EDV-Dienstleistungen zu erreichen. Im Auftrag des Innenministers lobte er dabei ausdrücklich die vielen Lösungen, die das krz im Interesse der Kommunen in OWL und in ganz NRW bereits initiiert hat. Namentlich erwähnte er die aktive Mitarbeit des krz bei d-nrw, der gemeinsamen Konsortialeinrichtung von Land und kommunalen IT-Dienstleistern, weiter die im Gebiet des Zweckverbandes in allen Mitgliedskommunen im Einsatz befindliche Verwaltungssuchmaschine (VSM) sowie die Freischaltung des Vergabemarkplatzes Westfalen. Diese Lösungen sind im Innenministerium mit großer Aufmerksamkeit registriert worden. Insbesondere freut sich das Ministerium über die aktive Rolle, die das krz bei der angestrebten Kooperation im Meldewesen als Betreiber des größten Einwohnerbestandes im Land spielt. Hier sieht das Haus noch zahlreiche Aufgaben auf den Dienstleiter in Lemgo zukommen und vertraut darauf, dass Innovationen und Datensicherheit, wie das krz sie seit Jahren bietet, eine wichtige Rolle auch in Zukunft spielen. Als gelungene landesweite Lösung wies Hartmut Beuß auf DataClearing-NRW hin, wo es gelungen ist, in kommunaler Verantwortung eine bundesweit führende Lösung zu etablieren. Er ermunterte die Mitgliedskommunen im Verbandsgebiet und das krz ausdrücklich, hier Expertise und Organisationskraft zur Stärkung dieser Kooperation einzubringen.
Zum Abschluss seiner Ausführungen, die mit viel Beifall aufgenommen wurde, überbrachte der Abteilungsleiter herzliche Grüße des Innenministers. Dr. Wolf bedauerte ausdrücklich, durch aktuelle Dienstgeschäfte persönlich verhindert zu sein, zeigt sich aber gleichwohl davon überzeugt, dass im krz ein wichtiger Beitrag zur positiven Entwicklung der kommunalen IT in NRW auch in Zukunft erbracht wird.
Der Vertreter des Innenministers und die zahlreich zu der Veranstaltung erschienenen Landräte, Bürgermeister und Mandatsträger wurden durch den Verbandsvorsteher Christian Manz (Landrat Kreis Herford) herzlich begrüßt. Er zeigte sich sehr zufrieden mit der Entwicklung des Zweckverbandes. Walter Kern (MdL) untermauerte in seinem Grußwort die enge persönliche Verbundenheit mit dem Lemgoer IT-Dienstleister. Er kennt seit vielen Jahren das krz und betonte ebenfalls die Vorreiterrolle im Bildungsmanagement durch den Erfolg des Produktes Schüler-Online.
Geschäftsführer Reinhold Harnisch bedankte sich für die vielen lobenden Worte. „Das krz ist in der derzeitigen kritischen Lage der Kommunen ein fester Fels in der Brandung und wir stehen zu unserer Verpflichtung, alle Kommunen in dieser Situation bestmöglich zu unterstützen“, so Harnisch. „Offen sein für Neues kann nicht heißen, die Tradition zu verleugnen. Wir bekennen uns zu unserem Auftrag, ein Dienstleister zu sein. Die Zufriedenheit unserer Anwender ist die Richtschnur, mit der wir Kundenorientierung weiter entwickeln wollen und werden“, schloss der Lemgoer Geschäftsführer.
Strahlende Gesichter bei der Übergabe des „Sicherheitsschlüssels“: Ministerialdirigent Hartmut Beuß (Innenministerium NRW), Verbandsvorsteher Christian Manz (Landrat Kreis Herford), Walter Kern (MdL), Dr. Reiner Austermann (Bürgermeister Stadt Lemgo), Reinhold Harnisch (Geschäftsführer krz) (von links)